Zwischen Zufriedenheit und Mitgliederschwund - Bedingt durch den Neubau der Sporthalle in Altenhagen hat sich für den VfL Altenhagen einiges verändert. Zwar konnten alle Abteilungen in anderen Räumlichkeiten untergebracht werden, ein Blick hinter die Kulissen verrät jedoch, wie viel Geduld, Aufwand und ehrenamtliche Arbeit dahintersteckt, diese Zeit zu überwinden und die Abteilungen aufrecht zu erhalten. Die Schwierigkeiten zeigen sich zwar nicht direkt durch Vereinsaustritte jedoch nimmt die Beteiligung an Übungsstunden in den Abteilungen ab, da die Mitglieder unzufrieden mit den dortigen Gegebenheiten sind oder nicht bereit sind, die weiten Fahrtstrecken auf sich zu nehmen. Die Mitgliederzahlen sind im vergangenen Jahr nach 20 Jahren erstmals wieder unter 700 gesunken. Ein Rückgang ist besonders im Jugendbereich zu verzeichnen, was jedoch überwiegend auf die Ganztagsschule mit den längeren Schulzeiten und dem umfangreichen Aktivitätenangebot zurückzuführen ist. Einige Abteilungen mussten sich nicht nur auf neue Trainingszeiten umstellen, sondern auf andere Wochentage ausweichen, da es sonst nicht möglich gewesen wäre, sie in anderen Sporthallen unterzubringen. „Ich habe einen Teil der Trainingszeit der Trampolinturner für das Eltern-Kind-Turnen zur Verfügung gestellt, da es einigen Eltern zu voll war“, sagt Bärbel Bremer, nachdem die Turngruppe durch die Kooperation mit dem SC Vorwerk überfüllt gewesen ist. Die Belegungspläne der Sporthallen sind besonders in den Wintermonaten nahezu ausgebucht und aus dem Grund steht einigen Abteilungen beispielsweise nur das Foyer der Albrecht-Thaer-Schule zur Verfügung. „Wir sind dankbar, dass wir diese Räumlichkeiten überhaupt nutzen dürfen und es ist für uns eine gute Alternative. Jedoch sind wir dadurch ein wenig eingeschränkt, da wir weniger Geräte als sonst zur Verfügung haben“, sagt Sigrid Großmann von der Abteilung Damengymnastik. Die Tischtennisabteilung musste ebenfalls auf das Foyer der Albrecht-Thaer-Schule ausweichen. „Die Lichtverhältnisse und der Boden sind hier alles andere als optimal für uns. Das Licht ist sehr schwach und der Boden rutschig, sodass wir in unseren Trainingsmöglichkeiten erheblich eingeschränkt werden“, beklagt sich Frank Sammler. Anders als beim Tischtennis sieht es bei der Leichtathletikabteilung aus, die im Winterhalbjahr, ebenso wie die Abteilung der Herrengymnastik, in der Sporthalle Carstenstraße untergebracht war. „Außer der erheblich längeren Fahrtstrecke und sich daraus ergebenen erhöhtem Zeitaufwand, haben wir Nichts zu beklagen. Durch die Bildung von Fahrgemeinschaften lässt sich das gut regeln und wir haben sogar anders als erwartet recht großen Zulauf“, berichtet Petra Meyer.  Aufgrund der nun beginnenden Freiluftsaison, steht für einige Abteilungen ein erneuter Wechsel auf die Sportplätze bevor. Abschließend sei allen Mitgliedern, Eltern, Trainern und Betreuern, die sich auf die neuen Trainingsorte- und zeiten umstellen mussten und die teilweise längeren Fahrtstrecken auf sich nehmen, ein großes Dankeschön ausgesprochen.